Statt einer langen Schlagwortliste finden Sie hier thematisch geordnete Erklärungen zu privaten Krankenversicherungen, gesetzlichen Alternativen, Berufsgruppen, Kosten, Tarifwechsel und Zusatzschutz.
PKV-Grundlagen und Vergleich
Private Krankenversicherung (PKV) und Krankenvollversicherung ersetzen bei entsprechendem Versicherungsstatus den gesetzlichen Krankenschutz. Beim Vergleich zählen Leistungen, Beitrag, Selbstbeteiligung, Versicherungsbedingungen und die langfristige Beitragsentwicklung.
Wer kann sich privat versichern?
Angestellte können unter den gesetzlichen Voraussetzungen oberhalb der jeweils geltenden Jahresarbeitsentgeltgrenze in die PKV wechseln. Für Selbstständige, Freiberufler, Beamte, Beamtenanwärter, Referendare, Lehrer, Ärzte und Studierende gelten teils andere Regeln.
PKV für Beamte und Beihilfe
Beamte erhalten je nach Dienstherrn und Status Beihilfe oder andere Absicherungsmodelle. Eine beihilfekonforme Restkostenversicherung kann die verbleibenden Kosten decken; Anwartschaft, Öffnungsaktion und Beihilfeergänzung sind gesondert zu prüfen.
PKV-Beiträge, Preise und Selbstbeteiligung
Beiträge hängen unter anderem von Eintrittsalter, Gesundheitsprüfung, gewähltem Schutz und Tarif ab. Eine günstige PKV ist nicht automatisch langfristig die beste Wahl. Relevant sind auch Pflegepflichtversicherung, Krankentagegeld, Arbeitgeberzuschuss und mögliche Beitragsrückerstattung.
PKV im Alter und Beitragserhöhungen
PKV-Beiträge können steigen. Alterungsrückstellungen, Tarifwechsel innerhalb des Versicherers und unter bestimmten Voraussetzungen Standard- oder Basistarif spielen bei der langfristigen Planung eine Rolle. Eine Beitragserhöhung ist nicht allein deshalb unwirksam, weil sie hoch ausfällt.
Wechsel zwischen PKV und GKV
Der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung und zurück ist an rechtliche Voraussetzungen gebunden. Besonders ab 55 Jahren ist eine Rückkehr in die GKV häufig stark eingeschränkt. Eine individuelle Prüfung ist unverzichtbar.
Gesundheitsfragen und Vorerkrankungen
Bei der privaten Krankenvollversicherung sind Gesundheitsfragen und Risikoprüfung üblich. Vorerkrankungen können Zuschläge, Ausschlüsse oder eine Ablehnung zur Folge haben; spezielle gesetzliche Aufnahmewege sind gesondert zu betrachten.
Familien, Kinder und Ehepartner
Anders als in der GKV gibt es in der PKV grundsätzlich keine beitragsfreie Familienversicherung. Kinder und Ehepartner benötigen jeweils eine eigene Absicherung, sofern nicht andere Regeln greifen.
Krankenzusatzversicherung und Spezialschutz
Zahnzusatzversicherung, Krankenhauszusatzversicherung, ambulante Zusatzversicherung, Krankentagegeld, Krankenhaustagegeld, Auslandsreisekrankenversicherung und Pflegezusatz sind von einer Krankenvollversicherung zu unterscheiden. Je nach Produkt gelten Gesundheitsfragen und Wartezeiten.
Versicherer und Anbieter vergleichen
Im Vergleich können unter anderem Hallesche, UKV, ARAG, HanseMerkur, HUK-COBURG, Debeka, DKV, AXA, Allianz, Barmenia, Signal Iduna, DBV, Continentale, ottonova, SDK und weitere Versicherer relevant sein. Entscheidend ist die konkrete Tarifkombination, nicht allein der Anbietername.
Testsieger, Testberichte und Vergleichsportale
Stiftung Warentest, Check24 und Verivox nutzen unterschiedliche Darstellungen und Auswahlkriterien. Ein Testergebnis aus 2022 oder 2023 ist nicht automatisch aktuell; maßgeblich sind Datum, Tarifkombination und Methodik.
Deutschland und Ausland
Die deutsche PKV, gesetzliche Krankenkassen sowie ausländische Krankenversicherungssysteme wie Schweizer Krankenkassen sind rechtlich nicht gleichzusetzen. Bei längeren Auslandsaufenthalten ist die Absicherung gesondert zu klären.
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